Wie läuft das alles genau ab?

Im ersten Jahr lernen die Auszubildenden vor allem die Grundsätze der Büropraxis, Büroorganisation und der Rechtsordnung kennen. Im zweiten und dritten Jahr steht einerseits die Mitarbeit bei der Behandlung von Fällen aus verschiedenen Rechtsgebieten (zum Beispiel aus dem Bürgerlichen Recht oder dem Handels- und Gesellschaftsrecht) im Vordergrund. Daneben arbeiten die Auszubildenden im Urkundswesen und beim Führen der Bücher des Notars sowie beispielsweise bei der Abwicklung von Verträgen mit und erstellen erste Kostenrechnungen.

Im zweiten Ausbildungsjahr ist eine schriftliche Zwischenprüfung zu absolvieren. Sie wird zentral für alle ostdeutschen Bundesländer von der Ländernotarkasse an der jeweiligen Berufsschule abgenommen. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die - ebenfalls für alle Notarfachangestellten im Tätigkeitsbereich der Ländernotarkasse einheitliche - Abschlussprüfung.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem mündlichen und schriftlichen Teil. Geprüft werden die Fächer Recht (Bürgerliches Recht und die notarspezifischen Rechtsgebiete), Notarkostenrecht, Wirtschaftslehre, Rechnungswesen/Buchführung. Im Fach „Fachbezogene Informationsverarbeitung" werden nicht nur Fähigkeiten im Maschinenschreiben und der Textverarbeitung abgeprüft, sondern es wird auch das freie Formulieren praxisbezogener Texte abverlangt. All das ist Gegenstand des Berufsschulunterrichts. Hier findest Du ein Interview mit zwei Auszubildenden.